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Am 1. April 1999 entstand durch die Teilung der kanadischen Northwest Territories das neue kanadische Territorium Nunavut, was in der Sprache der Inuit (Eskimos) "Unser Land" bedeutet. In ihrem Territorium wollen die Inuit die seit langem angestrebte Selbstverwaltung verwirklichen. Dies bedeutet u.a., dass die Inuit ihre Jagd- und Fischereirechte geltend machen und in einem Gebiet von 36.000 km² die Schürfrechte erhalten. Finanzielle Unterstützung bei der Verwaltung der Rohstoffvorkommen erhält Nunavut von der kanadischen Regierung. Die Übertragung aller weiteren Rechte an die Regierung von Nunavut soll bis zum Jahr 2009 schrittweise abgeschlossen werden. Das neue Territorium umfasst eine Gesamtfläche von 2 Millionen km²; das entspricht etwa einem Fünftel von ganz Kanada oder auch der Größe Westeuropas. Von den 22.000 Einwohnern sind 80% Inuit, denen 350.000 km² Grundbesitz übertragen wurde. Hauptstadt und Regierungssitz von Nunavut ist die 3.500-Einwohner-Gemeinde auf Baffin Island: Iqaluit. Sie besitzt das einzige College und das einzige Krankenhaus und ist aufgrund einer Start- und Landebahn Mittelpunkt des neuen Territoriums.
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